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Quick Navigation FreeCity » Webmaster » Ausgabe 17  » News 7

NewZealand.com - Der Komödie zweiter Teil

Die newzealand.com-Saga geht weiter! Nach dem der Staat Neuseeland die Domain für schlappe US$ 500.000 vom bisherigen Domain-Inhaber gekauft hat, muss sich die Kiwi-Regierung nun den heiklen Fragen von Parlamentariern stellen. Die US$ 500.000 sind nämlich nur ein Teil der entstandenen Kosten ...

Der Abgeordnete Rodney Hide, auf dessen Anfrage hin der Domain-Deal überhaupt erst bekannt wurde, bombardierte die Regierung Neeseelands mit weiteren unangenehmen Fragen zu newzealand.com. Wie sich dabei herausstellte, hat die Regierung beim Ankauf der Domain keine Rücksprache mit dem Parlament genommen. Fünf Tage bevor der WIPO-Prozess verloren ging und Neuseeland sich den Vorwurf des Reverse-Domain-Name-Hijacking einfing, machte Neuseeland seinem Gegner Virtual Countries das Angebot, die Domain für US$ 500.000 zu kaufen. Darauf ging das Unternehmen kurz nach der WIPO- Entscheidung vom 27.11.2002 ein. Die negative WIPO-Entscheidung hätte man also verhindern können.

Das verlorene WIPO-Verfahren kostete Neeseeland NZ$ 57,770.21 (EUR 28.982,36). Wie sich dieser Betrag zusammensetzt, weiss man auch: EUR 23.629,30 kostete der juristische Rat, der darin be- standen haben muss, dass Neuseeland keinerlei Chancen hat, auf dem Wege eines WIPO-Prozessen an die Domain zu kommen. Weitere Beträge wurden wohl für die Markenanmeldungen ausgegeben, die allerdings nicht erfolgreich waren. Die tatsächlichen Gebühren für ein WIPO-Verfahren umfassten allenfalls ein 20stel der knapp EUR 30.000.
Dass keinerlei Chance bestand, das Verfahren zu gewinnen, war weitestgehend klar, da über die UDRP (Domain-Name Dispute Resolution), die Grundlage für das WIPO-Verfahren ist, nur alte Markenrechte gesichert werden, die vor Domain-Registrierung bestanden haben.

Welchen tatsächlichen wirtschaftlichen Vorteile die Domain mit sich bringt, konnte der Minister für Toursimus, Mark Burton, nicht konkretisieren. Er verwies darauf, dass die Domain für das "globale Marketing" wichtig sei. Die Entwicklungskosten der alten Tourismus-Domain von Neeseeland, purenz.com, beliefen sich bisher auf NZ$ 5.455.153 (rund 2,7 Mio. Euro).

Weitere Fragen kommen einem da in den Sinn, wie etwa, ob die Regierung auch entsprechende Beträge für die gleichen Domains unter .org, .net und .info ausgeben werde.

Alles in Allem bekommt man ein Bild davon, wie Regierungen nicht nur mit Steuergeldern umgehen, sondern auch mit Domains.

Quelle: theregister.co.uk, Domainrecht


»
http://www.domain-recht.de/magazin/article.php?id=149
»
http://www.domain-spiegel.de

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