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Quick Navigation FreeCity » Webmaster » Widerrufsrecht bei Online-Auktionen
Domainrecht
Widerrufsrecht bei Online-Auktionen
Folge 024

Auktionen im Internet sind in der Regel Fernabsatzgeschäfte im Sinne von § 312 d BGB. Die Folge ist dann, dass dem Verbraucher ein zweiwöchiges Widerrufsrecht zusteht. Ein Widerrufsrecht in dieser Form besteht jedoch nicht bei Fernabsatzverträgen, wenn und soweit diese in der Form einer Versteigerung gemäß § 156 BGB geschlossen werden. Die Gerichte streiten sich nunmehr darum, ob die Verbraucher daher bei Auktionen im Internet ein Widerrufsrecht haben.

Die Rechtsprechung hierzu ist leider uneinheitlich. So sagte zum Beispiel das Amtsgericht Schwäbisch-Gmünd, dass es sich bei den Online-Auktionen aufgrund des fehlenden Zuschlages nicht um Versteigerungen im Sinne des § 156 BGB handelt, sondern um "Verkäufe gegen Höchstgebot". Die Folge ist, dass die Ausnahme hier nicht greift, mithin wäre ein Widerrufsrecht gegeben.

Das Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck sagt demgegenüber, dass Auktionen im Internet grundsätzlich als Versteigerungen im Sinne von § 156 BGB aufzufassen seien, da auch diese wie Versteigerungen Absatzgeschäfte darstellen. Bei den Auktionen würde schließlich ein Zuschlag erfolgen, bzw. ein solcher durch den Ablauf der zeitlichen Begrenzung festgelegt.

Ein weiteres Merkmal sei schließlich, dass bei den Internet-Auktionen auf der Seite des Anbietenden ein nicht unerhebliches Preisrisiko besteht, da auch ein geringeres Angebot akzeptiert werden muß. Des weiteren besteht auch auf Seiten des Käufers ein typisches Merkmal einer Versteigerung im Sinne des § 156 BGB, nämlich der Umstand, dass der zu ersteigernde Gegenstand vorab nicht persönlich überprüft werden konnte.

Die Rechtsprechung wird auch auf weiteres uneinheitlich bleiben. Es besteht also noch immer das Risiko in die eine oder andere Richtung vor den erstinstanzlichen Gerichten mit diesem Problem mittelbar oder unmittelbar konfrontiert zu werden. Es liegt an den jeweiligen Auktionshäusern hier eine Regelung zu treffen, die eine einheitliche rechtliche Beurteilung zuläßt.

Mit freundlichen Grüssen
» Claus Volke
Rechtsanwalt

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